Staatsehrenpreis des bayerischen Metzgerhandwerks

"Die Besten ihres Faches"

Die zehn besten Metzgerbetriebe Bayerns haben Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. in München mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Metzgerhandwerk ausgezeichnet. Die Medaillen und Urkunden überreichte der Minister den Preisträgern bei einem Festakt im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz.

„Sie gehören zu den besten Metzgereien im Freistaat und sind wahre Meister Ihres Fachs“, sagte Brunner in seiner Laudatio. Der Preis sei der verdiente Lohn und Wertschätzung für langjährige Spitzenleistungen bei Qualität und handwerklichem Können. Dem Minister zufolge leistet das Metzgerhandwerk mit rund 3 400 Betrieben und etwa 2 000 Filialen einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Mit einem Jahresumsatz von über vier Milliarden Euro zählen die Metzger in Bayern zu den größten Handwerksbranchen. Laut Brunner tragen sie maßgeblich zum hervorragenden Ruf Bayerns als Spezialitäten- und Genussland bei. Deshalb hat der Minister jetzt auch die Förderung für Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte für die Metzgereibetriebe geöffnet.

Landesinnungseister Konrad Ammon jun. freute sich über die zugesagt Förderung und sprach sich für den Erhalt der mittelständischen Strukturen in der Landwirtschaft und dem Ernährungssektor aus. "Der Gang zum Metzger erspart den Fleischskandal", unterstrich er. Neben der Förderung für Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte sprach sich der Landesinnungsmeister für die Ernährungsbildung aus. Erst wenn der Verbraucher wieder Wissen über seine Lebensmittel und deren Zubereitung habe, könne er gezielt einkaufen. "Hierzu gehört auch das Wissen, dass bei uns noch jeder Metzger die Sau mit Vornamen kennt", scherzte Ammon.

Die Staatsehrenpreise für die besten Metzger Bayerns werden jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband für das bayerische Fleischerhandwerk verliehen. Grundlage für die heuer bereits zum fünften Mal vergebene Auszeichnung sind dauerhaft hervorragende Ergebnisse bei der vom Landesinnungsverband jährlich durchgeführten f-Qualitätsprüfung. In diesem Jahr hatten sich dafür 100 Betriebe qualifiziert.

Obermeistertagung 2017

Das Schiff auf Kurs bringen

In der fränkischen Metropole Nürnberg trafen sich die bayerischen Metzger und Innungsdelegierten, um über aktuelle Herausforderungen des Fleischerhandwerks zu sprechen. Mit dabei war auch Joachim Lederer, Landesinnungsmeister aus Baden-Württemberg und sein Stellvertreter Rüdiger Pyck.

Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. unterstrich, dass das Verbandsschiff in den letzten Monaten in "schweren Gewässern" unterwegs gewesen sei. Mit viel Arbeit, Umstellungen im Vorstand und großem Engagement habe man es geschafft, nicht nur ruhige Gewässer zu erreichen, sondern auch ordentlich Fahrt aufzunehmen. Neben lebensmittelrechtlichen Themen zeigte er auch im politischen Bereich auf, dass sich die Lobbyarbeit des Verbandes für die Betriebe auszahle. Wichtig sei dabei zusammenzustehen.

Dies unterstrich auch Joachim Lederer in seinem Grußwort. Er lobte die Arbeit des bayerischen Verbandes und hob - wie Konrad Ammon jun. - den engen Schulterschluss der Verbände hervor. Wir stehen Seite an Seite und nur ein starker bayerischer Verband wird uns hier weiterbingen. 

Geschäftsführer Lars Bubnick machte ebenfalls deutlich, dass die Geschäftsstelle sich in vielen Gebieten neu aufgestellt habe. Die Vorstände Werner Braun, Thomas Köhn und Michael Moser berichteten aus den Ressorts Personal, Marketing und Finanzen.

 

Landesleistungswettbewerb 2017

Genussvolle Bestleistung

Bayerns bester Fleischernachwuchs 2017 steht fest

„Landessieger im Fleischerhandwerk 2017“ - Diesen Titel dürfen Metzger Max Beck und Fachverkäuferin Jennifer Haselbauer jetzt tragen. Beide vertraten den Regierungsbezirk Schwaben beim Kampf des bayerischen Fleischernachwuchses.

Jennifer Haselbauer (Ausbildungsbetrieb Metzgerei Maucher in Illertissen) und Max Beck (Herrmannsdorfer Landwerkstätten) freuten sich über den Erfolg und werden Bayern beim Bundesleistungswettbewerb in Bremen vertreten, der Ende November stattfindet. Beide hatten in den letzten Monaten viele Titel gesammelt. Sie wurden unter anderem als Innungsbeste und Kammersieger ausgezeichnet.

Der zweitägige Wettkampf auf Landesebene, dem sich sechs Verkäuferinnen sowie fünf Metzger stellten, fand in der Fleischerschule Augsburg statt. Es traten die Kammersieger aus den bayerischen Regierungsbezirken an und demonstrierten, was modernes Fleischerhandwerk heute alles können muss. Zu den Aufgaben gehörte beispielsweise Platten legen, das Bestimmen von Fleisch-Teilstücken und Vorschläge für ihre Verarbeitung, das Zerlegen, ein Verkaufsgespräch sowie das Herrichten eines Bratens.

„Dass sie die besten ihres Regierungsbezirkes sind, kann man an ihren Arbeiten sehen“, unterstrich Anton Schreistetter, Organisationsleiter der Fleischerschule Augsburg. Er betonte aber auch, dass ein solcher Wettkampf die eigenen Ecken und Kanten zeige, an denen man noch arbeiten müsse. Nur mit „Arbeit in Perfektion“ könne man heute am Markt bestehen. Fort- und Weiterbildung seien hier nicht zu vernachlässigen. Lob gab es auch vom bayerischen Landeslehrlingswart Josef Bader und Lars Bubnick, dem Geschäftsführer des Fleischerverbandes Bayern. Sie unterstrichen, dass alle Teilnehmer bereits Sieger sind und stellten die Leistungen in den Vordergrund.

Den Wettbewerb bezeichnete Schulleiter Schreistetter als fair. Es habe keine Rivalität unter den Teilnehmern gegeben sondern eine Gruppendynamik, die alle zu Höchstleistungen getrieben habe.

Verbandstreffen in Augsburg

Bäcker und Metzger im Gespräch

Die Verbandsspitzen der bayerischen Bäcker und Metzger haben sich in der Augsburger Geschäftsstelle des Fleischerverbandes Bayern zu einem informellen Gespräch getroffen. Mit dabei waren die Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. sowie Heinz Hoffmann.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen sowohl politischer Seite als auch auf den Gebieten Verbraucherschutz und Hygiene. Im Kern wurde eine verstärkte Zusammenarbeit der Verbände besprochen. "Gemeinsam ist die Aufmerksamkeit für uns Genusshandwerker größer", unterstreicht Konrad Ammon. Außerdem sei der Blick über den Tellerrand und die Sicht anderer Gewerke sehr interessant, da diese neue Perspektiven eröffne.

Am Gespräch nahmen auch Werner Braun, stv. Landesinnungsmeister, sowie Dr. Wolfgang Filter, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Bäcker, sein Geschäftsführer Christopher Kruse sowie Lars Bubnick, stv. Geschäftsführer des Fleischerverbandes Bayern teil.

Bratwurstgipfel in Pegnitz

Die Bratwurst hat einen neuen König

Metzgermeister Thomas Wiesenmüller aus Bayreuth setzt sich durch

Ca. 20.000 Besucher waren zum 7. Fränkischen Bratwurstgipfel nach Pegnitz gekommen, um einerseits die Krönung des neuen Königs mitzuerleben und andererseits die fränkische Spezialität zu kosten. Thomas Wiesenmüller setzte sich durch und wurde zum Fränkischen Bratwurstkönig ernannt.

Im Rahmen des Wettbewerbs wurde die beste klassische Bratwurst und die kreativste Bratwurst gesucht. Dem Wettbewerb stellten sich 16 fränkische Metzgereien. Vor allem im Kreativbereich gab es viel Außergewöhnliches, wie Salsiccia-Bratwurst, Kümmel-Lümmel oder Mozarella-Bratwurst. In beiden Wettbewerben konnte Thomas Wiesenmüller überzeugen. Im klassischen Segment belegte er Platz 1 und im Kreativbereich mit seiner Dolomiti-Bratwurst den zweiten Rang.

Der 44Jährige aus Bayreuth hatte nicht mit einem Sieg gerechnet und freute sich deshalb umsomehr. Gemeinsam mit seinen Kunden hatte er die Rezepturen geprüft und mehrfach überarbeitet. Im Mittelpunkt stand für ihn nicht die Exotik der Wurst, sondern das Kreieren eines Produktes, das sich jeder gern auf den Grill legt.

Organisiert wurde der Gipfel durch den Verein zur Förderung der fränkischen Bratwurstkultur mit Unterstützung der Stadt Pegnitz, den fränkischen Handwerkskammern, der Genussregion Oberfranken und dem Wirtschaftsverband A9 Fränkische Schweiz. Vertereten war auch der Fleischerverband Bayern mit Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. sowie Vorstandsmitglied Thomas Köhn. Sie gratulierten dem Sieger, der nun vorerst im Mittelpunkt der Medien steht.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt brachte zum Gipfel die Zusage mit, "den europaweiten Schutz der fränkischen Bratwurst über Berlin in Brüssel mit dem Verein zur Förderung der fränkischen Bratwurtskultur erkämpfen zu wollen".

300 kg Leberkäse für Soldaten in Litauen

Kulinarischer Gruß des Handwerks

Staatssekretär Johannes Hintersberger und Konrad Ammon jun. übergeben Leberkäse an Bundeswehr

Gemeinsam mit Johannes Hintersberger, Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, übergab Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. an die Bundeswehr 300 kg Leberkäse für die Soldaten in Litauen. 

Konrad Ammon erinnerte daran, dass man sich als Metzger täglich mit der Herstellung frischer und qualitativ hochwertiger Handwerksware beschäftige: "Da denkt man selten daran, dass nicht alle in den Genuss unserer Arbeit kommen." Zusammen mit dem Staatssekretär sei deshalb die Idee entstanden, "den Bundeswehrsoldaten in Litauen auch diesen Genuss zu gönnen, der für uns alltäglich, aber keine Selbstverständlichkeit ist".

Unter Anleitung des stv. Schulleiters Robert Drexel hatten die Teilnehmer des aktuellen Meisterkurses im Rahmen des Unterrichts 300 kg Leberkäse hergestellt und ausgebacken. Dieser wurde im Kühltransporter direkt nach der Übergabe nach Litauen geschickt. 

Staatssekretär Hintersberger lobte die Einsatzbereitschaft der Soldaten und des Fleischerverbandes für die spontane Aktion. Er betonte, dass diese Zusammenarbeit auch für die Soldaten in Litauen wichtig sei, da diese Leberkäse-Spende eine Verbindung in die Heimat sei.

2. Bayerischer Fleischer-Fachkongress

Gemeinsam mit Mut in die Zukunft

Bayerische Metzger treffen sich in München zur Jahrestagung

„Seien Sie der traditionelle Wurstmacher im modernen Gewand“, forderte Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Bayern, Konrad Ammon jun., beim 2. Fleischer-Fachkongress in München. Hier hatten sich die Abgeordneten der bayerischen Innung getroffen, um über die Zukunft des Metzgerhandwerks zu sprechen.

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, hielt die Festrede und unterstrich die Bedeutung des Metzgerhandwerks. Er unterstrich allerdings genau wie Konrad Ammon jun, dass die Herausforderungen im Gesamthandwerk immer größer würden und zeigte dies am Beispiel der Blauen Plakette für die Innenstädte auf. Wenn Handwerksbetriebe, die zum großen Teil auf Dieselfahrzeuge setzten, nicht mehr einfahren dürften, würde vielen die Geschäftsgrundlage entzogen.

Landesinnungsmeister Ammon betonte, dass die zunehmende Bürokratisierung, beispielsweise durch Verbraucher- und Tierschutz nicht dazu führen dürfe, dass der Metzger mehr im Büro als in der Wurstküche stehe. „Das Rad beim Verbraucher- oder Tierschutz will niemand zurückdrehen“, unterstrich er, forderte aber eine Politik mit Maß und Ziel. Verband und Innungsbetriebe seien hierzu immer bereit. Sorgen bereite den bayerischen Innungsmetzgern allerdings weiterhin der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, der auch dazu führe, dass gut laufende Betriebe keine Nachfolger fänden oder Filialen aufgrund Personalmangels nicht übernommen werden oder schließen müssten.

Lob gab es von Herbert Dohrmann. Der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes hob die Stärke, Vielfalt und Qualität der bayerischen Metzgereien hervor: „Andere Bundesländer schauen mit Ehrfurcht auf die bayerischen Fleischer und deren Produkte.“ Andreas Gaßner, Obermeister der gastgebenden Metzgerinnung München meinte: „Es ist an der Zeit gemeinsam mit Mut in die Zukunft schauen!“ Das sah auch Konrad Ammon jun. so und erklärte: „Es ist an der Zeit, den Verbrauchern zu zeigen, dass wir den Schritt vom blutrünstigen Metzger zum modernen Wurstmacher erster Güte, der heute auch Unternehmer, Ernährungsberater, Eventmanager und Sommelier ist, längst gemacht haben.“

Konrad Ammon jun. ehrte Landes- und Bundessiegerin Jana-Rachel Sebald mit Werner Braun (von rechts).

2. Bayerischer Fleischer-Fachkongress

Auf gehts nach München

Am 6./7. Mai treffen sich die Obermeister und Abgeordneten der bayerischen Metzger-Innungen zum 2. Fleischer-Fachkongress in München. Im Mittelpunkt werden der Austausch über aktuelle Themen sowie Informationen von Verbandsseite stehen.

Der Kongress beginnt am Samstag, den 6. Mai mit zwei Workshops zu den Themen "Der digitale Metzger" sowie "Tierschutz oder Metzgerei". Vor dem anschließenden Festabend wird es noch einen Gottesdienst geben. Der Festabend findet hoch über der Stadt im Hilton-Hotel statt. Andy Gaßner, Obermeister der Innung München, lädt alle Betriebe zum Festabend ein: "Kommen Sie nach München und feiern Sie mit uns ein starkes Handwerk!"

Am Sonntag, den 7. Mai, findet ab 9 Uhr die traditionelle Mitgliederversammlung statt. Festredner wird ZDH-Präsident Hans-Peter Wollseifer sein. Ein Grußwort wird auch Münchens 2. Bürgermeister Josef Schmid sprechen.

Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. freut sich auf den Austausch und die Diskussionen. "Es sind wie immer viele Themen auf der Tagesordnung und ich freue mich, diese mit den Kollegen anzusprechen."

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Zahlen aus dem Fleischerhandwerk

Mehr Umsatz mit weniger Betrieben

Das deutsche Fleischerhandwerk war Ende des Jahres 2016 mit 21.329 stationären Verkaufsstellen am Markt präsent. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 12.797 eigenständigen Meisterbetrieben und 8.532 weiteren Verkaufsstellen, die neben den Stammgeschäften als Filialen betrieben werden. Zu den stationären Geschäften und Filialen kommen noch rund 5.000 mobile Verkaufsstellen des Fleischerhandwerks hinzu, die regelmäßig auf Wochenmärkten anzutreffen oder im Fahrverkauf im Tourendienst unterwegs sind.

Die Umsätze im Fleischerhandwerk sind, trotz sinkender Betriebszahlen, leicht gestiegen. Das Statistische Bundesamt meldete für das vierte Quartal 2016 ein leichtes Umsatzplus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt bietet das Fleischerhandwerk seinen Kunden rund 26.000 feste Einkaufsstätten vor Ort und ist in seiner Gesamtheit die zahlenmäßig mit Abstand größte Anbietergruppe von Fleisch und selbst produzierten Fleischerzeugnissen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 770 Verkaufsstellen zurückgegangen.

Diese Kennzahlen beschreiben den seit Jahren anhaltenden Veränderungsprozess im Fleischerhandwerk, dessen auffälligste Merkmale eine annähernd stabilen Beschäftigungssituation und leicht steigenden Branchenumsätze trotz einer sinkenden Anzahl an Verkaufsstellen sind.  So liegt der durchschnittliche Jahresumsatz pro Betrieb heute bei über 1,2 Millionen Euro, der Umsatz pro Mitarbeiter bei rund 114.000 Euro. 2001 waren dies noch 890.000 EUR, beziehungsweise 93.000 EUR pro Mitarbeiter. 1990 lag der Umsatz pro Betrieb bei 1,3 Millionen DM, der Umsatz pro Beschäftigten bei 180.000 DM. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren es durchschnittlich nur 540.000 DM Jahresumsatz, dies entsprach 91.000 DM pro Beschäftigten.

Die Betriebe werden zudem größer, 1970 hatte ein durchschnittlicher Betrieb 5,9 Beschäftigte, 2001 waren dies 9,5 pro Betrieb, 2015 durchschnittlich 10,9 Beschäftigte. Die Unternehmen werden größer, ohne ihren handwerklichen Charakter zu verlieren. Quellen des Umsatzwachstums sind vor allem neue Märkte und Dienstleistungen, die die handwerklichen Fleischer-Fachgeschäfte erschlossen haben, zum Beispiel Imbiss und „Heiße Theke“, Partyservice und zunehmend auch der Online-Handel. Ein weitere wichtiger Faktor ist der mobile Verkauf auf Wochenmärkten oder – gerade in ländlicher Umgebung – der Tourendienst, der Versorgungslücken in Regionen schließt, in denen es im Dorf keinen Bäcker, Metzger oder „Tante-Emma-Laden“ mehr gibt.

Internationale Handwerksmesse 2017

Genuss präsentiert auf der Handwerksmesse

Im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse 2017 präsentiert sich das Bayerische Metzgerhandwerk in Halle B3 mt einer Leistungsschau. In der Wurstküche empfing Landesinnunsgmeister Konrad Ammon jun. unter anderem Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sowie die bayerischen Staatsminister Ilse Aigner (Foto) und Helmut Brunner.

Das Fleischerhandwerk bietet auf ca. 1300 qm Genuss pur. Die Besucher können die Wurstproduktion live erleben und die Produkte im Imbiss oder Laden gleich probieren. Transparent zeigt ein junges Team wie Weißwurst und Leberkäs hergestellt wird. Das ist Genusshandwerk pur! 

 

35. f-Qualitätsprüfung

Ausdruck unserer bayerischen Identität

Bayerns Metzger wollten es genau wissen. Im Rahmen einer zweitägigen Qualitätsprüfung in der Fleischerschule Augsburg ließen sie ihre Produkte auf Herz und Nieren prüfen. Fast 700 Proben aus ca. 180 bayerischen Betrieben und Berufsschulen hatten die Sachverständigen zu verkosten. Die erfolgreichen Teilnehmer wurden nun im Rahmen einer Festveranstaltung in der Stadthalle Neusäß ausgezeichnet.

„An diesen Produkten kann man sehen, riechen und schmecken, was unser Handwerk ausmacht. Kein Produkt schmeckt wie das andere“, freute sich Metzgermeister Konrad Ammon jun., Landesinnungsmeister der bayerischen Fleischer. Die Leidenschaft für den Beruf sei dabei die Basis des Erfolges. Die Prüfung stelle gegenüber dem Verbraucher eine neutrale Qualitätskontrolle dar und zeige damit ein Höchstmaß an Transparenz. Dies unterstrich auch Staatssekretär Johannes Hintersberger, Ministerium für Arbeit und Soziales, in seiner Festrede: „Diese freiwillige Kontrolle ist alles andere als selbstverständlich.“ Die handwerklichen Metzger seien ein Aushängeschild für Bayern, denn „Fleisch und Wurst sind Ausdruck unserer bayerischen Identität“. Er sprach sich dafür aus, den Meistertitel als besonderen Qualitätsnachweis zu erhalten.

„Wir pflegen nicht nur Traditionen – wir erfinden unser traditionelles Handwerk im Sinne der Kunden täglich neu“, unterstrich Konrad Ammon jun. Dies wurde besonders beim Sonderwettbewerb umm das kreativste Produkt deutlich, den die Metzgerei Weber aus Lenggries mit ihren „Wilderer Stangerl“ für sich entscheiden konnte. Der zweite Sonderwettbewerb stellte ein traditionelles bayerisches Produkt in den Mittelpunkt und zwar die Gelbwurst. Hier setzte sich die Metzgerei Johann Helmschrott aus Welden durch. Gemeinsam mit Landesinnungsmeister Ammon übergab Staatssekretär Hintersberger die Auszeichnungen und ehrte anschließend die erfolgreichen Innungsbetriebe. 

Abschließend betonte der Landesinnungsmeister: „Metzger zu sein, gehört zu den schönsten Berufen der Welt: Wer kann schon von sich behaupten jeden Tag Genuss zu verkaufen?“ 

 

Nachwuchs im Fokus

Einer der schönsten Berufe der Welt

Die Ausbildungsberufe im Metzgerhandwerk zum/zur Fleischer/in sowie zum/zur Fachverkäufer/in Schwerpunkt Fleischerei sind nicht nur vielfältig und verlangen Kreativität. Diese mussten die besten deutschen Metzger und Verkäufer/innen beim Bundeswettbewerb zeigen. Fachwissen in Theorie und Praxis waren gefragt sowie Kreativität und Können.

Konrad Ammon jun., Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Bayern: "Die Ausbildung gehört zu den Schwerpunkten der Handwerksbetrieb und sichert unseren Unternehmen eine tragfähige Zukunft." Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel rücke angesichts der Leistungen beim Bundeswettbewerb in den Hintergrund. Der Landesinnungsmeister unterstrich: "Es ist einer der schönsten Berufe der Welt, denn wir produzieren jeden Tag Genuss - wer kann das schon von sich behaupten?" 

Hier können Sie sich ein Video zum Bundeswettbewerb des deutschen Fleischerhandwerks ansehen ...

f-Qualitätsprüfung: Ausgezeichnete Leistung

Ehrung für erfolgreiche Betriebe am 12. Februar in Neusäß

„Das bayerische Metzgerhandwerk hat seine hohe Qualität mit diesem außergewöhnlich guten Ergebnis erneut unterstrichen“, freute sich Landesinnungsmeister Konrad Ammon nach der f-Qualitätsprüfung im November. Am 12. Februar werden die erfolgreichen Teilnehmer im festlichen Rahmen in der Stadthalle Neusäß ausgezeichnet.

168 Betriebe hatten ca. 700 Produkte eingeschickt, die in den Werkstätten der Fleischerschule Augsburg bewertet wurden. 98,4 Prozent der Proben konnten letztendlich prämiert werden, über die Hälfte erhielt die Höchstpunktzahl. Am 12. Februar ab 11 Uhr werden die erfolgreichen Unternehmen in der Stadthalle Neusäß mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet. Außerdem werden Auszeichnungen für die beste Gelbwurst sowie die kreativsten Produkte vergeben.

Nach einer Festansprache wird Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun. mit dem Ehrengast die Urkunden und Medaillen übergeben sowie für das traditionelle Foto zur Verfügung stehen. Dieses können die Fleischer-Fachgeschäfte öffentlichkeitswirksam für Marketingzwecke nutzen. Vom Verband wird den Betrieben das Foto sowie ein Pressetext zur Verfügung gestellt, um in der Tages- und Lokalpresse werben zu können. Im Rahmen der Veranstaltung erhalten die Betriebe außerdem Flyer für ein Gewinnspiel, mit welchem die Kunden auf die Hintergründe der f-Qualitätsprüfung aufmerksam gemacht werden sollen.

Die Veranstaltung findet wie im Vorjahr, in der Stadthalle Neusäß, Hauptstraße 26 in 86356 Neusäß, statt. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Verbandsspitze trifft Landtagsabgeordnete

Der Fleischerverband Bayern wurde von Gisela Sengl, Agrarpolitische Sprecherin der Grünen im bayerischen Landtag, zu einem Gespräch über die Ausbildungssituation im Fleischerhandwerk eingeladen.

Im Austausch mit Landesinnungsmeister Konrad Ammon jun., seinem Stellvertreter Werner Braun und Vorstandsmitglied Michael Moser wurden neben Themen wie dem aktuellen Nachwuchsmangel auch über die Möglichkeiten zur Akquirierung von Auszubildenden und unterschiedliche Berufsschulstandorte gesprochen. Ebenso versuchte die Verbandsspitze der Landtagsabgeordneten die Probleme der selbstschlachtenden Metzger näher zu bringen. Ein wesentliches Thema der Begegnung waren auch die regionalen Vermarktungsstrukturen. Die Verbandsspitze äußerte sich diesbezüglich zu den Möglichkeiten von Kooperationen zwischen Landwirten und Metzgern – insbesondere was die Belieferung von Schlachttieren anbelangt.

Konrad Ammon jun. zeigte sich mit dem Gesprächsverlauf im Wesentlichen zufrieden: „Frau Sengl war an den Themen sichtlich interessiert. Ich glaube auch, dass sie zu manchen Dingen nun eine andere Sichtweise hat.“ Zudem habe die Landtagsabgeordnete bereits erkannt, dass kleine und mittlere Strukturen erhaltenswert seien, um die infrastrukturelle Ausstattung flächendeckend zu gewährleisten. Ammon appellierte jedoch an die Grünen-Politikern, neben ihrem Fokus auf Bio-Richtlinien, die Anerkennung hochwertiger Produkte aus handwerklich qualitativer Erzeugung nicht zu vernachlässigen.

f-Qualitätsprüfung mit Sonderwettbewerben

Seit mehr als 40 Jahren ist die f-Marke in ganz Deutschland ein Symbol für Qualität. Vom 28.11. bis 29.11 wurden beim bayerischen Fleischerverband in Augsburg wieder zahlreiche Produkte der f-Qualitätsprüfung unterzogen. 168 Fachbetriebe des bayerischen Fleischerhandwerks ließen ihre Proben nach DLG-Richtlinien hinsichtlich Optik, Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack unersuchen. Zu diesem Zweck teilten sich die 72 Prüfer in Dreierteams auf, um jeweils rund 30 Proben genau unter die Lupe zu nehmen. Neben Metzgermeistern und Verkfaufsleitern war in jedem Team auch ein Veterinär oder Wissenschaftler anwesend.

Zum Test stande die unterschiedlichsten Produkte wie Debreziner, Rohwurst, Schinken, Lyoner, Kochsalami, Leberwurst, Fleischkäse, Presssack, Weißwurst, Geflügelfleischwurst und Fränkische Stadtwurst. Eine Besonderheit der diesjährigen Prüfung waren zwei Sonderwettbewerbe, bei denen das "Kreativste Produkt" und die "Beste Gelbwurst" des Freistaats gekürt wurden.

Bei den Kreativprodukten stand die Innovationskraft der handwerklichen Betriebe im Mittelpunkt. Von Standardprodukten sollten sie sich beispielsweise durch eine besondere Würzung, eine untypische Fabe oder Form oder aber auch eine besondere Zutat abheben. Insgesamt 22 Produkte standen dem Prüferteam zur Auswahl: Zum Beispiel Pulled Pork-Taler, Rohschinken "Toskana", Salamipralinen, Dattelleberwurst, Bierschinken im Currymantel, schwatz-rot-goldener Leberkäse oder ein "Adventskalender zum Genießen".

Im zweiten Sonderwettbewerb wurden rund 120 Gelbwürste getestet. Metzgermeister Josef Berghammer war von der Bandbreite der Produkte begeistert: "Es ist verblüffend, wie viele Geschmacksrichtungen es allein bei einer Gelbwurst geben kann". Knorpelteile oder Luftblasen durften nicht im Produkt sein, ebenso wenig wie sich Gelee absetzen sollte. Dass solche Mängel nur äußerst selten vorkamen, spricht laut dem Gesamtleiter der Prüfung, Dr. med. vet. Ludwig Stuhlberger, für das "hohe technische Niveau auf dem sich die Fachmetzgereien mittlerweile bewegen".

Für alle Produkte galt: Regionale Unterschiede sollten die Prüfer in ihre Prüfung mit einbeziehen. Für das perfekte Ergebnis mussten die unterschiedlichen Geschmacksnoten jedoch ausgewogen sein. Nur solche Produkte, die alle Prüfkriterien erfüllten und dazu noch hervorragend schmeckten, erhielten die höchste Auszeichnung in Gold.

Rainer Häuser, ehemaliger Prüfgruppenleiter bei der DLG erklärt: "Dieser Wettbewerb hat ein sehr gutes Qualitätsniveau, das sich stetig steigert. Was man hier zu sehen bekommt ist defintiv hochwertiger als die Ware, die man aus der industriellen Massenproduktion kennt." Insgesamt erlangten 57 Prozent der Proben Gold, 28,2 Prozent Silber und 12,9 Prozent Bronze. Nur 1,9 Prozent der Proben fielen wegen technischer Mängel oder geschmacklicher Defizite durch die Prüfung. Für Stuhlberger "ein sehr gutes Ergebnis. Und das obwohl die Prüfkriterien zuletzt eher strenger geworden sind."

Neuer Rechnungsprüfungsausschuss

Neue Mitglieder
Stefan Wolf aus Nürnberg (2.v.l.) und Manfred Weber aus Lauf-Hersbruck (1.v.l.). Rechnungsprüfer Engelbert Jais (3.v.l.) Michael Moser Vorstandsmitglied und Schatzmeister

Staatsehrenpreis 2016

Das bayerische Fleischerhandwerk gratuliert den Preisträgern des Staatsehrenpreises 2016:

Metzgerei Dees Partyservice & Catering, Würzburg/Zellerau

Metzgerei Fischer, Neuhaus/Inn

Metzgerei Max Gruber, Großweingarten

Metzgerei Erich Kanefzky, Unterthürheim

Metzgerei Hans Lotter, Sulzbach-Rosenberg

Metzgerei Maischberger, Buchloe

Metzgerei Manfred Max Fleischerfachgeschäft, Hof

Metzgerei Rehle, Immenstadt

Metzgerei Karl Alois Schuster, Wiggens- bach/Ermengerst

Metzgerei Dr. Ludwig Stuhlberger, Wartenberg