Fleischerverband Bayern
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Geschichte

Der Mensch mit all seinen Bedürfnissen, so wie wir ihn heute kennen, ist eine „Konstruktion“, die 15.000 bis 40.000 Jahre alt ist. Dies bedeutet, in einem Zeitpunkt, als unsere Vorfahren als Jäger und Sammler gelebt haben, waren die Menschen schon genauso angelegt wie wir es heute sind. Als Jäger und Sammler war der Vorgang immer die Jagd. Dies ist ganz deutlich über das Gebiss und den Verdauungstrakt des Menschen abzuleiten, der vorwiegend tierische Nahrung eingenommen, ergänzend dazu sicherlich auch quantitativ deutliche Mengen an pflanzlicher Nahrung.

Die Tierzucht ist 8.000 bis 10.000 Jahre alt, stammt ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Irak (Flußdelta Euphrat und Tigris) und hat den Schritt eingeleitet, den wir in unserer Periode noch erleben, die Fleischerzeugung im Sinne einer Landwirtschaft. Nicht der Jäger und Sammler, sondern der Landwirt mit der Erzeugung von Vieh und Pflanzen als sesshaftem Wesen ist heute der Standard in Europa.

Die Urinstinkte des Menschen sind aber belegt worden mit ganz einfachen Begriffen die da heißen:
Iss so lange du Nahrung hast und esse soviel du nur kannst.

Diese Urinstinkte sind heute noch in jedem Menschen lebendig und dominant. Nach dem, Gott sei Dank, die Notzeiten nicht mehr relevant sind (im nahrungstechnischen Sektor), ist dieser Urinstinkt für viele menschlichen Zeitgenossen eine schwierige Geschichte. Wir sind nicht mehr Jäger in der Natur und somit nicht von der Natur, von den Schwankungen und den Jahreszeiten abhängig, sondern haben regelmäßig die Gelegenheit, die Nahrung aufzunehmen. Im Regelfall sind die Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt, die der heutige Mensch einnimmt. Trotzdem möchte er immer noch so essen, als wenn er sich als Jäger und Sammler körperbetont, angestrengt und bewegungsintensiv in der Natur behauptet.

Diese Urinstinkte in Verbindung mit dem heutigen Angebot führen zu der weit verbreiteten Fehlernährung, die wir in unserer Bevölkerung beobachten können. Deshalb ist die Ernährungslehre für jeden der im Nahrungsmittelhandwerk, besonders im Fleischerhandwerk tätig ist, eine zentrale Wissenseinheit. Er gibt sein Wissen an Auszubildende wie auch an die Verbraucher und Kunden weiter. Beginnen wir mit den Nährstoffen, sie sind einzuteilen in Baustoffe, Energiestoffe, Wirkstoffe und Ballaststoffe.