f-Qualitätsprüfung mit Sonderwettbewerben

Seit mehr als 40 Jahren ist die f-Marke in ganz Deutschland ein Symbol für Qualität. Vom 28.11. bis 29.11 wurden beim bayerischen Fleischerverband in Augsburg wieder zahlreiche Produkte der f-Qualitätsprüfung unterzogen. 168 Fachbetriebe des bayerischen Fleischerhandwerks ließen ihre Proben nach DLG-Richtlinien hinsichtlich Optik, Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack unersuchen. Zu diesem Zweck teilten sich die 72 Prüfer in Dreierteams auf, um jeweils rund 30 Proben genau unter die Lupe zu nehmen. Neben Metzgermeistern und Verkfaufsleitern war in jedem Team auch ein Veterinär oder Wissenschaftler anwesend.

Zum Test stande die unterschiedlichsten Produkte wie Debreziner, Rohwurst, Schinken, Lyoner, Kochsalami, Leberwurst, Fleischkäse, Presssack, Weißwurst, Geflügelfleischwurst und Fränkische Stadtwurst. Eine Besonderheit der diesjährigen Prüfung waren zwei Sonderwettbewerbe, bei denen das "Kreativste Produkt" und die "Beste Gelbwurst" des Freistaats gekürt wurden.

Bei den Kreativprodukten stand die Innovationskraft der handwerklichen Betriebe im Mittelpunkt. Von Standardprodukten sollten sie sich beispielsweise durch eine besondere Würzung, eine untypische Fabe oder Form oder aber auch eine besondere Zutat abheben. Insgesamt 22 Produkte standen dem Prüferteam zur Auswahl: Zum Beispiel Pulled Pork-Taler, Rohschinken "Toskana", Salamipralinen, Dattelleberwurst, Bierschinken im Currymantel, schwatz-rot-goldener Leberkäse oder ein "Adventskalender zum Genießen".

Im zweiten Sonderwettbewerb wurden rund 120 Gelbwürste getestet. Metzgermeister Josef Berghammer war von der Bandbreite der Produkte begeistert: "Es ist verblüffend, wie viele Geschmacksrichtungen es allein bei einer Gelbwurst geben kann". Knorpelteile oder Luftblasen durften nicht im Produkt sein, ebenso wenig wie sich Gelee absetzen sollte. Dass solche Mängel nur äußerst selten vorkamen, spricht laut dem Gesamtleiter der Prüfung, Dr. med. vet. Ludwig Stuhlberger, für das "hohe technische Niveau auf dem sich die Fachmetzgereien mittlerweile bewegen".

Für alle Produkte galt: Regionale Unterschiede sollten die Prüfer in ihre Prüfung mit einbeziehen. Für das perfekte Ergebnis mussten die unterschiedlichen Geschmacksnoten jedoch ausgewogen sein. Nur solche Produkte, die alle Prüfkriterien erfüllten und dazu noch hervorragend schmeckten, erhielten die höchste Auszeichnung in Gold.

Rainer Häuser, ehemaliger Prüfgruppenleiter bei der DLG erklärt: "Dieser Wettbewerb hat ein sehr gutes Qualitätsniveau, das sich stetig steigert. Was man hier zu sehen bekommt ist defintiv hochwertiger als die Ware, die man aus der industriellen Massenproduktion kennt." Insgesamt erlangten 57 Prozent der Proben Gold, 28,2 Prozent Silber und 12,9 Prozent Bronze. Nur 1,9 Prozent der Proben fielen wegen technischer Mängel oder geschmacklicher Defizite durch die Prüfung. Für Stuhlberger "ein sehr gutes Ergebnis. Und das obwohl die Prüfkriterien zuletzt eher strenger geworden sind."

Neuer Rechnungsprüfungsausschuss

Neue Mitglieder
Stefan Wolf aus Nürnberg (2.v.l.) und Manfred Weber aus Lauf-Hersbruck (1.v.l.). Rechnungsprüfer Engelbert Jais (3.v.l.) Michael Moser Vorstandsmitglied und Schatzmeister

Staatsehrenpreis 2016

Das bayerische Fleischerhandwerk gratuliert den Preisträgern des Staatsehrenpreises 2016:

Metzgerei Dees Partyservice & Catering, Würzburg/Zellerau

Metzgerei Fischer, Neuhaus/Inn

Metzgerei Max Gruber, Großweingarten

Metzgerei Erich Kanefzky, Unterthürheim

Metzgerei Hans Lotter, Sulzbach-Rosenberg

Metzgerei Maischberger, Buchloe

Metzgerei Manfred Max Fleischerfachgeschäft, Hof

Metzgerei Rehle, Immenstadt

Metzgerei Karl Alois Schuster, Wiggens- bach/Ermengerst

Metzgerei Dr. Ludwig Stuhlberger, Wartenberg